Wer bekommt eigentlich den Dolmetscherauftrag?
Wenn eine Behörde eine:n Dolmetscher:in braucht, steckt in dieser Frage mehr, als man denkt. Neben Qualifikation, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit geht es auch um Gleichbehandlung, Korruptionsprävention und Wirtschaftlichkeit.
Deshalb ist das Matching bei lingomatch nicht „die erstbeste Person, die gerade Zeit hat". Wir haben vier Wege gebaut, wie ein Auftrag vergeben werden kann. Die Behörde entscheidet selbst, welcher gilt — und mehrere lassen sich kombinieren.
Vier Wege, einen Auftrag zu vergeben.
Jeder Weg folgt einer klaren Logik. Die Behörde legt fest, welcher gilt — auf Basis ihrer eigenen Vorgaben.
Zufallsprinzip
Aus dem Kreis der qualifizierten und gelisteten Sprachmittler:innen werden mehrere gleichzeitig angefragt. Wer zuerst annimmt, bekommt den Einsatz. Schnell, wenn es schnell gehen muss.
Rotation
Damit Aufträge fair verteilt werden und nicht immer bei denselben Personen landen, kann das System rotieren. Wer innerhalb eines von der Behörde festgelegten Zeitraums bereits beauftragt wurde, wird beim nächsten Einsatz zurückgestellt — sofern Sprache und Verfügbarkeit passen. Faire Verteilung und Korruptionsprävention.
Wirtschaftlichkeit
Manche Behörden haben mit ihren Sprachmittler:innen ein abweichendes Honorar nach JVEG vereinbart. Dann fragt das System innerhalb des behördeneigenen Pools nach vereinbartem Honorar an — beginnend beim wirtschaftlichsten Angebot. Was sonst mühsam über Excel läuft, passiert bei uns automatisch.
Direktvergabe
Manchmal soll gezielt eine bestimmte Person übernehmen, etwa weil sie das Verfahren schon kennt. Eine solche Direktvergabe muss nur begründet werden — und genau diese Begründung hält das System nachvollziehbar fest. Ist die Person nicht erreichbar, lässt sich auf Zufall oder Rotation ausweichen.
Die Wege stehen nicht nebeneinander — sie greifen ineinander.
Zufallsprinzip und Rotation lassen sich zum Beispiel mit Wirtschaftlichkeit kombinieren, sodass eine faire, wirtschaftliche und schnelle Vergabe zugleich möglich wird. All das ist bereits in unserer App abgebildet.
Die Regeln macht die Behörde. Die Technik kommt von uns.
lingomatch gibt keine Regeln vor. Die Behörde legt selbst fest — meist auf Basis interner Vorgaben — wie ihr Matching aussehen soll.
