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Einsatzbereich · Strafverfolgung

Wenn die Vernehmung nicht warten kann.

Belehrung, Beschuldigten- und Zeugenvernehmung, Anzeigenaufnahme. Sprachbarrieren richten sich nicht nach Dienstzeiten. Über lingomatch ist eine qualifizierte oder vereidigte Person in Minuten zugeschaltet, bundesweit und auch in Sprachen, die im Bezirk niemand in Präsenz abdeckt.

Der Rechtsrahmen

Drei Normen, die den Alltag bestimmen.

Ihre Rechtsabteilung wird zuerst hierauf schauen.

Maßgebliche Normen
§ 136 StPO

Die Vernehmung beginnt mit der Belehrung. Sie muss verstanden werden, sonst ist die Aussage angreifbar.

§ 163a StPO

Der Beschuldigte ist vor Abschluss der Ermittlungen zu vernehmen. Das setzt eine Verständigung voraus.

§ 187 GVG

Für Beschuldigte, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, ist eine Dolmetscherin hinzuzuziehen.

Das Honorar richtet sich nach dem JVEG, sofern Ihre Dienststelle danach abrechnet, sonst nach dem vereinbarten Satz. § 201 StGB verbietet die Aufzeichnung des nicht öffentlich gesprochenen Wortes; die Plattform weist vor jedem Beitritt darauf hin.

Typische Situationen

Wo es in der Praxis klemmt.

Sechs Lagen aus dem Dienstalltag, in denen eine Sprachbarriere den Vorgang aufhält.

Beschuldigtenvernehmung

Belehrung, Aussage, Protokoll

Der häufigste Fall. Die betroffene Person bleibt im Vernehmungsraum, zugeschaltet wird allein die dolmetschende Person.

Zeugen und Geschädigte

Aussagen ohne Zeitverlust

Auch hier gilt: Wer nicht versteht, sagt nichts Verwertbares. Der Ablauf ist derselbe wie bei Beschuldigten.

Anzeigenaufnahme

Am Schalter und im Streifenwagen

Kurze Vorgänge, für die sich keine Anreise lohnt. Aufgerundet wird auf halbe Stunden.

Nacht und Wochenende

Wenn im Bezirk niemand erreichbar ist

Genau die Zeiten, in denen die Telefonkette am längsten dauert. Rechnet Ihre Dienststelle nach JVEG ab, gelten dort Zuschläge.

Seltene Sprachen

Bundesweit statt bezirksgebunden

Sprachen, für die im eigenen Bezirk niemand gelistet ist. Der Pool kennt keine Bezirksgrenze.

Erhöhter Schutzbedarf

Eigener Pool, eigene Vorgaben

Sie können ausschließlich Ihre eigenen, zuverlässigkeitsüberprüften Kontakte anfragen lassen und die Mindeststufe festlegen.

Im Ablauf

Was sich für die Sachbearbeitung ändert.

Drei Punkte, an denen der Unterschied im Dienstalltag spürbar wird.

Vorher

Die Telefonkette

15 bis 30 Minuten Telefonate, oft mehrere Versuche, danach 30 bis 90 Minuten Anreise. Zwei Beamte sind gebunden, die betroffene Person wartet.

Währenddessen

Die Anfrage

Vorgangsnummer, Sprache und geschätzte Dauer eingeben, absenden. Angefragt wird gestaffelt, wer die Sprache abdeckt und verfügbar ist.

Danach

Der Nachweis

Je Einsatz ein Nachweis als PDF mit Dauer, Sprache und Vorgangsnummer. Über lingomatch fließt kein Honorar, Sie rechnen direkt mit der dolmetschenden Person ab.

Nicht jeder Sachverhalt eignet sich für die Zuschaltung.

Bei Gegenüberstellungen, bei Beteiligten mit Hör- oder Sprachbeeinträchtigung und in Lagen, in denen die körperliche Anwesenheit einer dritten Person Teil des Verfahrens ist, raten wir zur Präsenz. Das entscheiden Sie, nicht wir.

Nächster Schritt

Besprechen wirIhren Sprachmittlungsbedarf.

In einer halben Stunde, an Ihren eigenen Lagen.

  • Für die Behörde kostenfrei
  • Betrieb in Deutschland
  • Auf Wunsch On-Premise